Die Storag Etzel GmbH (früher IVG Caverns) hat die Förderstränge von 28 Kavernenbohrungen im Salzstock Etzel verstärkt. Ein Experte der Genehmigungs- und Bergaufsicht hat die Arbeiten fortlaufend überwacht. Die Sicherung der Förderstränge hat knapp ein Jahr gedauert. Die Arbeiten sind unfallfrei und termingerecht abgeschlossen worden.
Das LBEG hat dieser Sicherungsmaßnahme befristet auf einen Zeitraum von fünf Jahren zugestimmt. Die Storag Etzel GmbH ist nun bis Ende 2017 aufgefordert, ein weiteres Konzept vorzulegen, das den ursprünglich genehmigten Zustand der Kavernenverrohrung  wiederherstellt und sicherstellt.
Dies ist notwendig, da gesetzlich in Niedersachsen sehr hohe technische Sicherheitsstandards gelten. So muss zum Beispiel gewährleistet sein, dass das Untertagesicherheitsventil von außen (über Tage) zu bedienen ist.
Die Sanierungsarbeiten waren notwendig geworden, nachdem im Februar und November 2014 aufgrund nicht ordnungsgemäß hergestellter Schweißnähte der Förderstrang in zwei Kavernenbohrungen abgerissen war. Das LBEG stellte bei der Untersuchung der Vorfälle fest, dass es 28 gleichartig gefertigte Förderstränge in Etzeler Kavernenbohrungen gibt. Die Untersuchung der Schweißnähte dieser 28 Förderstränge bestätigte Mängel in jeweils zwei Schweißnähten.
Daher forderte das LBEG von der Storag Etzel GmbH ein Sicherungskonzept. Dieses umfasst im Wesentlichen die Überbrückung der zwei betroffenen Schweißnähte durch zwei handelsübliche Befestigungselemente (Packer) und einer Stahlhülse. Diese Art der Sicherung entspricht dem Stand der Technik und wird weltweit als Standard eingesetzt. Mit der Verstärkungsmaßnahme in den Förderrohrtouren der 28 Kavernenbohrungen sind die betroffenen Schweißnähte nun alle überbrückt und vom Zug entlastet.
Die ersten zwei Kavernenbohrungen, in denen der Förderstrang gerissen war, sind mit einem neuen Förderstrang ausgestattet worden.