Eigentlich hatte die Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (WTF) den Streit um die unerlaubte Verwendung einer Grafik der Kaiser-Wilhelm-Brücke zu den Akten legen wollen. Doch die Wählervereinigung, mit der man Ende August vor Gericht einen Vergleich geschlossen hatte, legte trotz dieser gütlichen Einigung noch einmal nach und verbreitete in einer Pressemitteilung falsche Tatsachen. Unter anderem behauptete die Wählervereinigung, WTF-Chef Michael Diers habe ihr bereits im Dezember 2015 mündlich die Verwendung der Grafik erlaubt, was vor Gericht auch nachgewiesen worden sei. Ferner wurde in der Pressemitteilung unterstellt, dass man der Wählervereinigung „auf Anweisung“ habe eins auswischen wolle, indem man nun die Nutzung der Grafik unterbinden wolle.
Diese falschen Tatsachenbehauptungen hinterlassen aus Sicht von Diers nicht nur einen faden Beigeschmack, sondern sind vor allem ein Angriff gegen seine Person, wird ihm doch die bewusste Falschaussage unterstellt. Dagegen setzte sich der WTF-Chef zur Wehr – mit Erfolg. Das Landgericht Oldenburg hat mittlerweile eine einstweilige Verfügung gegen die Wählervereinigung erlassen: Die in der Pressemitteilung enthaltenen falschen Tatsachenbehauptungen dürfen nicht weiter verbreitet werden. „Ich bedauere sehr, dass das ganze überhaupt erst soweit kommen musste“, resümiert Michael Diers. „Ich habe den Eindruck, dass es schon längst nicht mehr um die Frage der zulässigen Nutzung unserer Grafik geht. Sonst wäre nach dem Vergleich, den wir immerhin gemeinsam vor Gericht geschlossen haben, doch nicht mehr öffentlich nachgetreten worden.“