Neuer Vertrag wird aktuell erarbeitet / Anpassung der Pacht notwendig
Als klares Bekenntnis zum Erhalt einer Gastronomie am Banter See sieht die Stadtverwaltung die geplante Sanierung der Uferbefestigung, die der Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven (GGS) im Mai beschlossen hat. Rund 100.000 Euro sollen für die Sanierung investiert werden. „Als Eigentümerin des Banter Sees steht es für uns nicht zur Diskussion, dass wir diese Arbeiten jemand anderem überlassen würden. Das ist unsere Aufgabe, der wir selbstverständlich nachkommen“, unterstreicht Stadtrat Oliver Leinert.
 
Aktuell erarbeitet GGS neue Pachtverträge mit den Banter-See-Anliegern – so auch mit dem Pächter des „Fährhauses“. Dass dieser zum jetzigen Zeitpunkt über soziale Netzwerke seinen Unmut äußert, die Stadt sei nicht bereit für Gespräche, stößt bei Oberbürgermeister Andreas Wagner indes allerdings auf Unverständnis. „Wir sind schon seit längerem miteinander im Gespräch, sehen aber keine Notwendigkeit zu überstürzter Eile – schließlich läuft der bestehende Pachtvertrag noch bis zum 31. Dezember 2017“, so Wagner. „Und natürlich halten wir uns bis dahin auch an diesen Vertrag.“
 
Eine Verlängerung des bestehenden Vertrages kommt für die Stadt jedoch nicht in Frage, da die damals vereinbarte Höhe der Pacht aus heutiger Sicht weder halt-, noch vertretbar ist. Wagner: „Wir gehen aber davon aus, dass der neue langfristige Vertrag mit seinen höheren Konditionen angemessen ist und für einen Gastronom mit einem gut durchdachten Geschäftskonzept keine wirtschaftliche Herausforderung darstellt.“ Die Sanierung der Uferböschung mit einer Spundwand, aber auch die gesamte Entwicklung des Banter Sees wird aus Sicht der Stadtverwaltung zu einer Steigerung der Attraktivität der Gastronomie führen. „Das sich daraus ergebende Potenzial weiß ein cleverer Geschäftsmann oder eine clevere Geschäftsfrau sicherlich zu nutzen.“
 
Zu den weiteren Inhalten des Vertrages wird sich die Verwaltung nicht äußern. „Vertragsdetails regeln wir generell mit unseren Vertragspartnern, nicht mit der Öffentlichkeit und erst recht nicht über Facebook“, betont Stadtrat Oliver Leinert.