Polizei stellt binnen 90 Minuten 12 unerlaubte Handynutzungen an einer einzigen Kreuzung in Wilhelmshaven fest

"Tippen tötet", "Augen auf die Straße und nicht aufs Smartphone", mit solchen und ähnlichen Aktionen versuchen Radiosender, Printmedien, Verkehrswacht und auch das Land Niedersachsen die Gefährlichkeit der Nutzung von Mobiltelefonen beim Autofahren deutlich zu machen. Dass diese Aktionen erforderlich sind, stellten jetzt Beamte der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland erneut fest. Sie postierten sich gezielt an der stark befahrenen Kreuzung Banter Weg/ Peterstraße in Wilhelmshaven und beobachteten die ankommenden und vor der Ampel haltenden Verkehrsteilnehmer. Obwohl die Polizisten dort offen in Uniform am Straßenrand standen wurden sie von vielen der Handynutzer gar nicht wahrgenommen, so sehr waren sie abgelenkt. Nicht wenige erschreckten sich heftig, wenn plötzlich an die Seitenscheibe geklopft wurde und sie von ihrem Smartphone aufschauend den Beamten erblickten. Sie waren derart in ihre whatsapp/facebook/twitter-Nachrichten vertieft, dass sie gar nicht wahrnahmen, dass sich jemand ihrem Fahrzeug näherte. Auf diese Weise wurden innerhalb von nur eineinhalb Stunden zwölf Verfahren wegen unerlaubter Handynutzung eingeleitet, die jeweils mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt geahndet werden. Darüber hinaus wurden weitere sieben Fahrzeugführer beobachtet, die den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten, wofür ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro vorgesehen ist. "Der Straßenverkehr wird immer komplexer und erfordert die gesamte Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers. Die Handynutzung, wozu auch immer, lenkt extrem ab und ist wirklich gefährlich und deswegen in den allermeisten Fällen verboten" bringt Andreas Kreye, Leiter der Verfügungseinheit, die Auffassung der Polizei auf den Punkt.
Es zeigten sich alle Verkehrsteilnehmer einsichtig. Viele hätten jedoch der Versuchung nicht widerstehen können, die neuesten Nachrichten von ihren Freunden zu lesen oder zu kommentieren und deswegen zum Handy gegriffen. Deswegen rät die Polizei dazu, im Auto das Handy so weit weg zu packen, dass man nicht heran kommt, so dass man gar nicht in Gefahr gerät, kurz darauf zu schauen und damit sich und andere zu gefährden.