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Schaut man auf die Bremer Startelf aus dem letzten Testspiel gegen den FC Sevilla, so fand sich von dort kein einziger Spieler heute Abend im Wilhelmshavener Jadestadion zu Beginn des Testspiels von Werder Bremen in der Anfangsformation. Lediglich Alejandro Galvez, Oliver Hüsing, Janek Sternberg, Izet Hajrovic, Levin Öztunali und Luca Zander starteten vor über 4.000 Zuschauern gegen den Landesligisten vom SV Wilhelmshaven, die allesamt gegen die Spanier eingewechselt wurden. So waren auch einige Zuschauer unzufrieden mit den Gästen von der Weser, wurde doch im Vorfeld vom aktuellen Bundesligakader des SV Werder gesprochen. Sei es drum, das tat der Stimmung der Werder-Fans zunächst keinen Abbruch, bereits in der 17. Minute schoss Janek Sternberg die Werderaner in Führung. Der SVW versuchte tief zu stehen und aus Standards Kapital zu schlagen. Doch weder Haliti (19.) oder Melvin Lamberty (21.) konnten dieses Vorhaben umsetzen. Und wenn die Werderaner dann mal schnell spielten, war die SVW-Deckung schnell in Verlegenheit zu bringen, Levin Öztunali zog in der 33. Minute einfach mal ab, Robin Krey war blitzschnell unten und konnte klären, allerdings direkt vor die Füße des einschussbereiten Izet Hajrovic, der zur 2:0-Führung einschieben konnte. Der SVW aus der Jadestadt war im ersten Durchgang stark bei Standards, Habib Haliti fand in der 36. Minute den Kopf des aufgerückten Melvin Lamberty, dessen Kopfball nur hauchdünn das Werder-Gehäuse, das von Raif Husic gehütet wurde, verfehlte. So gingen die Bremer mit einer 2:0-Führung in die Kabinen. Nach dem Wechsel brachte Spielertrainer Dario Fossi fünf neue Spieler, um möglichst allen Akteuren Einsatzzeiten in diesem Spiel zu gewähren, Viktor Skripnik wechselte zunächst nur zweimal. Das störte den Spielfluss der Bremer zunächst deutlich weniger, der eingewechselte und wuselige Marcel Hilßner prüfte dabei Germain Boeke, der Robin Krey im SVW-Tor ablöste, doch der Keeper der Gastgeber konnte stark parieren. (48.). Zehn Minuten später rettete dieser bravourös gegen den völlig blank stehenden Alejandro Galvez bevor er dann in der 63. Minute gegen Hilßner chancenlos war, der aus einer vermeintlichen Abseitsposition heraus zum 3:0 für die Weser-Kicker traf. 30 Minuten vor dem Ende dann wechselten die Gäste noch viermal, unter anderem brachten sie den schlaksigen Ousman Manneh der bis zum Ende des Spiels noch viermal traf und das Ergebnis auf 7:0 stellte. (67., 78., 81. und 82.) Insgesamt zeigte der SV Wilhelmshaven vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Defensivleistung, insbesondere Sebastian Schlumberger auf einer der beiden „Sechser“-Position zeigte, warum der SVW ihn verpflichtet hat. Im zweiten Durchgang brachen die Gastgeber leider ein und ließen sich dann wie das Kaninchen vor der Schlange ein ums andere Mal überrumpeln, weil auf tiefem Geläuf einfach die Kraft fehlte. Insgesamt aber waren viele Zuschauer ob des Kaders der Bremer enttäuscht, trotzdem wird es wieder einmal einige Zeit dauern, über 4.000 Zuschauer ins Jadestadion zu locken.

SV Wilhelmshaven: Krey (46. Boeke) – Undav, Fossi, Oleksyn (60. Poursanidis), Lamberty (46. Shagidanov) – Schlumberger, Hasani – Haliti, Wielspütz (46. L. Janssen), F. Janssen (46. El-Ali) – Tiegges (46. Wobbe)
Werder Bremen: Husic – Sternberg (60. Guwara), Hüsing, Galvez (60. Busch), Zander (60. Papunashvili) – Fröde, Pavlovic, von Haacke (46. Grillitsch) – Hajrovic (46. Hilßner), Öztunali (60. Manneh), Aycicek
Zuschauer: 4.006
Tore: 0:1 (17.) Sternberg, 0:2 (33.) Hajrovic, 0:3 (63.) Hilßner, 0:4 (67.) Manneh, 0:5 (78.) Manneh, 0:6 (81.) Manneh, 0:7 (82.) Manneh
Gelbe Karten: --// Galvez, von Haacke

Bericht: Rolf Oppenländer